Viele Menschen sind davon überzeugt, dass sie niemals träumen.
Jedoch ist es durch wissenschaftliche Untersuchungen bewiesen, dass
jeder gesunde Mensch Nacht für Nacht träumt. Die meisten Menschen wissen zwar,
dass sie träumen, denn sie können sich ab zu daran erinnern, nehmen sie aber
einfach als gegeben hin.
Träume erfüllen viele Funktionen, angefangen bei der Muskelentspannung
bis hin zur Scheinbefriedigung von Wünschen. In erster Linie sind sie notwendig
für die Erholung und Stabilisierung des Seelenlebens.
Traumhandlungen sind vor allem dadurch gekennzeichnet, dass alle Gesetze von Raum
und Zeit, Vernunft, Logik und Moral, denen wir im Wachzustand folgen, aufgehoben
sind.
Das Traumgewissen, als seelische Kontrollinstanz, entscheidet in welcher Form
Träume zugelassen werden. Seelische Kontrollinstanzen arbeiten bei Träumen nicht
autonom, sondern sie stehen in enger Beziehung mit der Erziehung und den dabei
verinnerlichten Moral- und Wertvorstellungen der Gesellschaft.
Vordergründige Inhalte von Träumen dürfen nie mit dem eigentlichen Sinn, mit der
verschlüsselten Traumaussage verwechselt werden.
In erster Linie sorgen Träume für Entlastung.
Alltagsträume dienen sicher auch dem Zweck, kleine Sorgen und Probleme des Alltags
rasch zu verarbeiten und zu bewältigen. Tiefere Bedeutungen haben die
Alltagsträume meist nicht und sie werden deshalb auch nicht verschlüsselt.
Träume lassen als eine Art Ventil inneren Druck ab, der durch die Einschränkung
der Lebensmöglichkeiten aufgebaut wird.
Träume bieten die Möglichkeit, die mit den Wünschen und Bedürfnissen verbundenen
Spannungen abzubauen. Dadurch wird das psychische Gleichgewicht erhalten oder
wieder hergestellt.
Ist ein Problem zu heftig, wird es von der Traumzensur verschlüsselt, so dass man
eine Entspannung erreicht.
Viele Kinder träumen weniger verschlüsselt, da sie noch nicht wie die Erwachsenen
durch Erziehung und Bildung an gängige Moralvorstellungen und Regeln der Vernunft
angepasst sind.
Wurde der Traumschlaf behindert, erwacht man nicht richtig ausgeruht und frisch.
Der Alkohol ist der größte Feind der Traumphase, da er das Träumen völlig
verhindern kann. Man hat zwar die ganze Nacht geschlafen wie „ein Toter", ist
aber dennoch nicht richtig ausgeruht.
Auch Schlafmittel schränken die Aktivitäten des Gehirns ein, so dass keine Träume
produziert werden.
Wenn es nötig ist, sollte man auf pflanzliche Wirkstoffe wie Baldrian oder Hopfen
zugreifen, da diese das Gehirn nicht betäuben und somit Träume nicht verhindern.
Länger andauernde Störungen des Traumschlafs führen dazu, dass die Träume am Tag
ins Bewusstsein durchbrechen, sog. Tagträume.
Es ist also sehr wichtig, dass der Mensch einen ausgeglichenen und erholsamen
Schlaf bekommt.
Sollte dies über längere Zeit, ohne ersichtlichen Grund nicht möglich sein, so ist es zu empfehlen, die Hilfe eines Therapeuten in Anspruch zu nehmen.
















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