Gutes ungestörtes Schlafen ist sehr wichtig für Gesundheit
und Wohlbefinden. Das merkt man sehr rasch, wenn man eine Nacht
schlecht geschlafen hat. Man ist dann müde, unausgeglichen und
gereizt. Der Schlaf ist ein Urbedürfnis des Menschen. Entzieht
man dem Körper den Schlaf, so reagiert er bereits nach 4 Tagen mit
körperlichen Symptomen, wie z.B. Fieber.
Wann man am besten zu Bett geht richtet sich nach dem individuellen
Schlaftyp. Viele Menschen haben gegen 22 Uhr ihren Tiefpunkt.
Diesen kann man übergehen und ist relativ rasch wieder in Topform.
Allerdings fällt es 1 bis 2 Stunden später schwer, einzuschlafen.
Andere erleben ihren Tiefpunkt gegen Mitternacht. Hier ist es
wenig sinnvoll früher zu Bett zu gehen, da man, wenn überhaupt,
nur schlecht einschlafen kann.
Soweit es möglich ist, sollte man seinem individuellen Schlaf-
Wach- Rhythmus folgen.Viele Schlafstörungen könnten so vermieden
werden.
Im Durchschnitt benötigen Säuglinge und Kleinkinder 16 bis 20
Stunden Schlaf.
Schulkinder je nach Alter 10 bis 12 Stunden und Erwachsene 7 bis
9 Stunden.
Im Alter schläft man Nachts nur etwa 4 bis 5 Stunden, nickt aber
dafür am Tag ein.
Der Schlaf beginnt mit einer Art Dämmerzustand. Aus diesem Zustand
gleitet man nun in die zweite Stufe in der der Tiefschlaf beginnt.
Nach etwa 30 Minuten beginnt sich der Schlaf weiter zu vertiefen.
Schließlich erreicht man den intensiven Tiefschlaf. Diese erste
Tiefschlafphase dauert etwa 90 bis 120 Minuten.
Danach wird der
Schlaf oberflächlicher und man gelangt in die Traumphase.
Die erste Traumphase dauert etwa 10 Minuten und man gelangt dann
wieder in die nächste Tiefschlafphase, die wieder 90 bis 120
Minuten andauert.
Es folgt eine erneute Traumphase von etwa 20
Minuten. Die dritte Tiefschlafphase dauert nur noch ca. 60 Minuten,
die dritte Traumphase bereits ca. 30 Minuten. Nochmals folgt 1
Stunde Tiefschlaf und dann die vierte Traumphase von ca. 40 Minuten.
Nach erneutem kurzen Tiefschlaf folgt zum Abschluss eine Traumphase
von bis zu 70 Minuten. Aus dieser erwacht man normalerweise und
kann sich an die letzten Träume noch erinnern.
Diese Zeitangaben entsprechen einem Schlaf von etwa 8 Stunden
und sind durch Versuche im Schlaflabor wissenschaftlich erwiesen.
Wie nun deutlich wurde, wechseln sich Traum- und Tiefschlafphasen
ab.
Der Tiefschlaf dient hauptsächlich der körperlichen Erholung,
während der Traumschlaf hauptsächlich zur Erholung der Seele
dient.
Wir sind während des Schlafes keineswegs passiv. Manche
Körperfunktionen arbeiten zwar nur auf Sparflamme, weil sie
derzeit nicht benötigt werden, andere arbeiten aber auf Hochtouren.
Das Gehirn arbeitet z.B. verstärkt, da es auch die Träume produziert.
Ein anderes Beispiel dafür, dass wir nicht passiv sind ist folgendes:
Obwohl man direkt neben einer Bahnschiene schläft, erwacht man
nicht wenn ein Zug vorbei fährt. Wimmert allerdings ein Säugling,
schrecken wir sofort auf.
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